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Bali - Lembongan
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Seit vielen Jahren bereits
in Bali ansässig war es an der Zeit auch die zu Bali gehörenden Nachbarinseln Nusa
Lembongan und Ceningan sowie auch die größte der 3 Inseln Nusa Penida zu besuchen. Zu
oft wurden wir von unseren Gästen (www.villa-orchid-bali.com) nach Bade-und
Ausflugsmöglichkeiten zu den genannten Inseln ausgefragt, ohne persönliche
Erfahrungen weitergeben zu koennen.
Es war ein schoener Samstag Morgen im Juni 2009,
als wir von Sanur aus mit einem Boot der Perama - Gruppe (Touren + Transport und
Boot Service:0361 / 973316 Ubud) gegen 10.30 Uhr ablegten. Das Ausleger-Boot fasste
problemlos die am Strand wartenden 50 Leute, die sich bereits einen Tag vorher einen
Platz reservieren ließen. Nach einer guten Stunde erreichten wir den flachen
Sandstrand vor Jungutbatu, sprangen von Bord und wateten durch das klare, flache
Wasser dem Ufer zu. Es war Hochsaison und wir hatten vorsorglich ein Zimmer im Bunga
Bungalow vorgebucht.
Jordan, ein Mitarbeiter dieser Anlage, mit dem wir bereits
vorher telefonischen Kontakt hatten, wartete bereits mit einem Moped (75.000 Rupiah
/Tag) in Ufernähe auf uns, denn wir wollten beweglich sein und die Insel erkunden.
Obwohl Lembongan auf der Karte ziemlich klein und niedlich ausschaut, und zum
einfachen durchwandern geradezu einlädt, täuscht man sich doch in den tatsächlichen
Entfernungen vor Ort.
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Seegras Anbau mit Blick auf Mt. Agung |
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Die vorgebuchte Unterkunft
sagte uns in keiner Weise zu, und zogen sofort mit unserem Roller und mit Jordan
(Jordan's Telefon Nr.: 085238137150 - ein hilfreicher Mensch) als Wegkundiger
vorweg zu einem ruhigerem, idyllisch gelegenem Resort an der Dream Beach. Hier
gefiel es uns und wir verbrachten in einfachen, aber fast neuen, mit Alang-Alang
Gras bedeckten Hütten einige angenehmen Tage mit Aussicht auf eine faszinierender
Standlandschaft.
Von der Terrasse des Pandanus Cafés aus genießt man nicht nur morgens das Frühstück
, sondern auch den Blick auf das tiefblaue Meer. Mit Getöse branden schaumgekrönte
Wellen ans Ufer und weiter draußen spritzen sich weiße Gischtkämme in den blauen
Himmel um sich in einem ewigen Rhythmus Welle für Welle ans Ufer zu schieben.
Die Anlage liegt an einer herrlichen Bucht mit weißem Sandstrand und glasklarem,
sauberem Wasser, etwas das man auf der Hauptinsel Bali wesentlich selten vorfindet.
Von beiden Seiten wird diese kleine Bucht von steilen Felsenklippen umrahmt an
denen sich ständig anbrandende Wogen donnernd brechen und sich zischend zu Nebel
versprühen.
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Morgentliche Schattenspiele an der Dream Beach |
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Ein gewisser Nachteil an
der Dream Beach sind die oft sehr hohen Wellen, daher für unerfahrene Schwimmer eine
nicht immer ganz einfach Sache, aber um so interessanter für die Wellenreiter mit ihren
Brettern.Verlässt man das Resort, erreich man nach einem kurzem Spaziergang entlang der
Küste ein Naturschauspiel, das Devil's Tear, eine gewaltige Felsengrotte in der sich
Wellen von allen Seiten kommend, wuchtig brechen und mit Gedröhn und Gedonner, wie ein
Urtier fauchend, Gischtfontänen weit in die Höhe speit.
Ebenfalls gute Sandstrände mit geringem Wellengang und guten Unterkünften findet man an
der Mushroom Bay, aber auch in Jungutbatu und im Norden der Insel entlang der Mangroven
Beach ist man - je nach Geldbeutel - gut oder besser untergebracht. Tauch- und
Schnorchel- Möglichkeiten gibt es genügend vor Ort. Abenteuerlustige und Könner
schippern mit einem angemietetem Boot zu den fischreichsten Plätzen und genießen einen
erlebnisreichen Tag auf schwankenden Planken.
Von der Gastronomie kann man nicht Großes erwarten, kein - Fine Dining
- wie in den
Zentren Bali's. Es gibt einfache Gerichte die den Magen füllen, dafür immer noch äußerst
preiswert.
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Beach Jungutbatu - Anlagestelle Perama |
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Einen gewissen Wohlstand
erreichte Lembongan durch seinen Seegras Anbau entlang der flachen Nord
- Ost - Küste. Interessant ist es abends bei hereinrechender Dunkelheit und bei
Ebbe die letzten Aktivitäten dieses arbeitsintensiven Seegrasanbaues zu beobachten.
Beschaulich und gelassen schieben die Bauern ihre mit Seegras gefüllten Boote mit
langen Stangen - wie die Gondoliere in Venedig - über die flachen Wasser
der nun einsetzenden Flut.
Ungewohnt, aber sehr beeindruckend ist der
Anblick des Gunung Agung, des höchsten und heiligsten Berges Bali's von der
Mangrovenküste Lembongan's aus, der hier zur Abenddämmerung den Hintergrund
einer flachen kultivierten Meereslandschaft bildet, wo Bauern weit draußen nur noch
schemenhaft zu erkennen, ihrer ruhigen Arbeit nachgehen.Frauen schieben lautlos, im
letzten fahlen Licht des Abends, gefüllte Körbe dem Uferstrand zu, um später ihre
eingebrachte Ernte zum Trocknen auszulegen.
Auf Planen ausgebreitet trocknen grüne
und rote Algen gleichzeitig, in dem sie ständig gewendet und umgeschichtet werden.
Abgesteckte Parzellen im flachen Wasser in Ufernahe werden mit Schnüren durchzogen
an denen kleine Stücke dieser Alge angeknotet werden. Bereits nach 40 bis 50 Tagen
kann dank des nährstoffreichen Wassers geerntet und wieder neu gesetzt werden.
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Seegras wird Stück für Stück angeknotet |
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In gewaltigen Säcken
verpackt, verlädt und verschifft man die Ernten erst nach Nusa Penida, um sie später
nach Surabaya zur Weiterverarbeitung als Verdickungsmittel für die verschiedensten
Produkte zu transportieren. (Eiscreme, Käse, Diätnahrung). Vieles geht nach Japan und
China um auch dort weiter verarbeitet zu werden.
Die wenigen schmalen Straßen die rund
um die Insel führen sind wenig gepflegt, und da es fast keine Autoverkehr gibt, ist
es einfach im Slalom den Hindernissen auszuweichen. Kommt man durch das Dorf
Lembongan, sollte man sich den dortigen Seegrasanbau erklären lassen, auch wie man
Parzellen im flachen Meeresufer kaufen oder zum Anbau von seaweed anmieten kann.
Erlaubt es die Zeit, ist der Besuch des Untergrund - Hauses angebracht, das
mit einer interessanten historischen Begebenheit
verbunden ist.
Der Erbauer Made
Byasa (er baute von 1961 bis 1976) fand an einer Idee gefallen, in einem Haus unter
der Erde zu leben, um damit gleichzeitig einer berühmten Familie aus vergangenen
Epochen nachzueifern. Er suchte das spirituelle Erlebnis unter der Erde. Die
verschachtelten unterirdischen Gänge auf verschiedenen Ebenen, führen zu verschiedenen
Räumlichkeiten und sind eher mit einem Labyrinth zu vergleichen, das man nur
kriechend oder rutschend bewältigen kann.
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Undergrund Haus in Desa Lembongan |
Eine Hängebrücke verbindet
Lembongan mit Ceningan über die man mit dem Moped hurtig und polternd hinüberflitzen
kann. Sinnvoll ist es vorher immer mit der gegenüberliegenden Seite Blickkontakt
Kontakt zuhalten um sich ab- zustimmen, denn diese schmale Brücke ist nur einspurig
zu befahren. Ein guter Weg führt hinauf zu einem Hügel in Ceningan und belohnt mit
einem Ausblick auf das Meer und die Nachbarinsel.
Lembongan ist sicher eine sehr gute
Alternative für einen sportlichen oder auch geruhsamen Aufenthalt am Meer.
Mit sauberem, klarem Wasser, schönen Stranden, mit den gewünschten Möglichkeiten für
wassersportliche Unternehmungen, bietet Lembongan dem Urlauber hoffentlich noch lange
viel Freude und Erholung in intakter Umwelt.
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Nusa Lembongan - Ceningan. |

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