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Bali - Keliki
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Diese Wanderung ist eigentlich ein "muss" um Bali wirklich zu entdecken und um
etwas tiefer in das Land, den Reisanbau, die Kultur und in das einfache Leben der balinesischen Bauern
(petani) einzutauchen. Aber auch um die fantastische Landschaft abseits der touristischen Wege kennen zu
lernen, um das wahre Bali zu erleben.
Von der Villa - Orchid - Bali fahren wir zuerst zu unserem Ausgangspunkt
nach Pujung, besichtigen dort die herrlichen Reisterrassen die sich eng an den Hang schmiegend, sich
schlängelnd seiner natürlichen Form anpassen. Einästhetischer Anblick dieser seit über 400 Jahren erhaltenen
Arrigationssysteme.
Eine gute Stunde laufen wir gemütlich auf den schmalen Dämmen zwischen den Reisterrassen,
erleben die Reisbauern bei Ihrer Arbeit und erfahren viel über den Reisanbau in Bali. Vorbei an größeren
Tempelanlagen der Subak, die die Wassersysteme pflegen, welche mitten in den Feldern der Reisgöttin Sri zur
guten Ernte gewidmet sind. Wir sehen Vanilleplantagen, Nelken-, Durian-, Rambutan- und Sirsakbaeume, ja die
ganze Vielfalt an Natur die Bali zu bieten hat.
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Petani in der sawah |
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Nach gut einer Stunde kommen wir in Kiliki an, laufen über einen Verbrennungsplatz
(cremation/kuburan ) und besuchen 10 Minuten später Pak Dolit und seine kleine Malschule. Bedürftige Kinder,
die Ihr Geld für die Schule nicht aufbringen können werden hier in die Kunst des Malens, der "Kiliki Schule"
einweiht, um Ihnen nicht nur Fertigkeit und Geschick sondern auch Unterstützung zuteil werden zu lassen.
Er unterhält hier auch eine kleine Galerie mit seinen Gemälden, die zu günstigen Preisen erworben werden können.
Aber dies ist kein MUSS !!
Pak Dolit ist ein anerkannter und bekannter Maler der "Keliki-Schule"! Die Bilder dieser Gegend zeigen
meistens Szenen aus der Mythologie des Ramayana, dem Kampf zwischen Gut und Böse. Die großen Gegenspieler
dabei stellen der Barong und die Hexe Rangda dar. Aber auch Pflanzen, Vögel und die Natur allgemein, spielen in
künstlerischer Hinsicht eine große Rolle in Keliki.
Inmitten seines traditionellem balinesischem Gehöft, unter einer mit Alang-Alang Gras gedeckten Hütte,
hat Pak Dolit einen langen, einfachen Holztisch und grobe Bänke aufgestellt. Nach Schulschluss strömen täglich
10 bis 15 Kinder im Alter zwischen 7 und 9 Jahre zu ihm, um unter seiner Anleitung in die Kunst des Malens
eingewiesen zu werden. Diese Kinder hätten sonst keine andere Möglichkeit eine Ausbildung zu bekommen, um damit
eine spätere Erwerbstätigkeit für sich und ihre Familien auszuüben.
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Brücke ueber die Schlucht bei Keliki
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Es ist sein soziales Gewissen das Pak Dolit zum Helfen veranlasst hat, denn er
kennt zu genau die Not und Probleme eines Teils der Bevölkerung in Bali. Oft bleibt dem Balitourist in seinem
fünf Sterne - Hotel abgeschottet verborgen, welche Armut und welcher Hunger außerhalb seiner Luxus-Atmosphäre
noch vorherrscht. 35 Familienmitglieder leben in diesem balinesischem Gehöft mit Pak Dolit zusammen und alle
malen, basteln und fabrizieren etwas für Ihren Lebensunterhalt.
Pak Dolit hat immer eine Tasse Kaffee oder Früchte für uns aber auch wohlschmeckende balinesische Snacks,
kunstvoll in natürliche Palm- oder Bananen- Blätter eingewickelt, sowie Bali Kaffee und Ginger Tee.
Ein Plausch mit den Bauern auf den Reisfeldern oder mit heimkehrenden Bäuerinnen macht unsere weitere Wanderung
kurzweilig. Überall gibt es etwas zu entdecken. Vieles kennt man nur dem Namen nach, aber hier kann man es
selbst sehen, schmecken und betasten. Pfeffer- und Vanille- Ranken, Ketela-Pohon eine Kartoffelart und
gleichzeitig ein tolles Gemüse durch seine jungen Blätter oder Ketela-Rambat, eine Kartoffelfrucht die überall
in Bali angebaut wird.
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Malschule Pak dolit - Keliki
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Nicht nur weil diese Erdfrucht vermischt mit Reis sehr gut schmeckt, sondern man
spart an Reis, der auch in Asien immer teurer wird. Die jungen Blätter kommen in den Kochtopf und ohne die
älteren Blätter wird kein balinesisches Schwein fett. Wir erkennen neben Teak-, Nangka-, Durian-, Rambutan-
auch Sirsak - Bäume, deren Früchte einen köstlichen, süss-sauren Saft ergeben. Uns fallen einige hohe Palmen
auf, aus deren angeschnittenen Blüten in großer Höhe der "Tuak" in Eimer tropft, - ein köstliches Getränk, -
unserem neuen Wein in seinem sichändernden Geschmack und Alkoholgehalt vergleichbar. Die Bauern gelangen zu
diesen Gefäßen über eine einstämmige Leiter, die zu erklimmen Geschicklichkeit und Kraft erfordert.
Der erfrischende Inhalt einer Kokosnuss, geschlürft direkt aus dem "Naturgefäß" macht alle wieder putzmunter für
unsere weitere Entdeckungsreise. Mitten im "Dschungel" passieren wir eine kleine, armselige Hütte, in der ein
älteres Ehepaar haust. Über einem Holzfeuer kocht die alte Frau aus Kopra (Kokosnuss) ein graues Öl und füllt
dieses in Plastikflaschen zum Verkauf ab. In der Hütte - keine 5qm groß und gleichzeitig auch Schlafstätte -
zieht der stinkende Rauch durch das mit Alang-Alang-Gras gedeckte Dach ins Freie.
Jetzt steigen wir hinab in die Schlucht und hören bereits das Plätschern eines Flusses und das Rauschen einer
eingefassten Quelle aus der die alte Frau gewöhnlich das Wasser in einen Plastikeimer füllt und auf dem Kopf
steil nach oben zur Hütte balanciert. Wo die Felsen keine natürliche, abenteuerliche Treppe bilden, wurden
ungleichmäßige Stufen in den festen Lehm gehauen. Spätestens jetzt läuft in Strömen der Schweiß und die
subtropisch-feuchte Luft nimmt einem den Atem. Wir blicken in eine grüne, tropfende Schlucht, voll mit
Geräuschen die uns fremd sind. Ganz unten erspähen wir eine kleine Holzbrücke, die uns wie notdürftig repariert
erscheint.Ob sie wohl hält? Ja! ... Sie hat bisher immer gehalten.
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Snacks Balinesischer Art
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Der Aufstieg wird uns nochmals herausfordern. Wir hangeln uns
die ungleichmäßigen Lehmstufen empor und können kaum mehr die Knie durchdrücken um den nächsten Absatz zu
erreichen. Aber wir werden belohnt, denn ein kühler kleiner Fluss empfängt uns da oben. Er ist ein Teil des
Bewässerungssystems, der frisches Wasser vom Berg mitführt. Die dampfenden Schuhe sind schnell abgestreift
und unsere "Kneippkur à la Bali" erfrischt Körper und Geist. Nun ist es fast geschafft!
Wir folgen dem Fluss, der ab und zu wieder einen Teil seines Wassers in kleinere Kanäle abgibt, um die
umliegenden Reisfelder zu versorgen. Mit frohem Schritt, - es geht jetzt stetig leicht abwärts, - genießen wir
die tropische Landschaft, die freundlichen Menschen, denen wir begegnen, und nehmen die Geräusche und Düfte
auf, die uns bis zu unserem Ziel, der Villa Orchid Bali, umgeben.Die Tour endet hier wieder in "Villa-Orchid
-Bali" bei einem Snack und frischem Fruchtsaft, Zeit um sich im Pool abzukühlen und zu relaxen. Oder, wer noch
genügend Kraft und Ausdauer hat kann alleine die Wanderung durch Kelabang Moding - ein ursprüngliches
Nachbardorf "fortsetzen und dann weiter durch die Reisterrasse bis nach Ubud wandern. Es ein schöner nicht
schwieriger Weg, der leicht bergab fällt und diesen letzten Teil locker ausklingen lässt. Das dann auf halben
Weg liegende Terrassenrestaurant "Sari Organik" lädt zur Einkehr und zu einer Erfrischung ein.
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Sanggah in der sawah
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In Ubud angekommen, befinden wir uns auf der "Jalan Raya" in Höhe
der Brücke am Museum Antonio Blanco Eine Einkehr in Murnis Warung kann mit einem erfrischenden Mango-Lassi die
Lebenskräfte wieder aufladen und der Anblick von der unteren Terrasse dieses Restaurants auf den Fluss tief
nach unten, lässt uns das echte Bali nochmals so richtig vor Augen führen und genießen.
Hat es einen Tag vorher stark geregnet ist der 2. Teil der Wanderung durch die Schlucht nicht durchführbar.
Es wäre zu gefährlich, die Verletzungsgefahr zu groß,.... nichts für einen Baliurlaub der uns Freude und
Erbauung, neue Eindrücke und Erlebnisse einer anderen Kultur nahe bringen soll. Hier könnte man einen besser
befestigten Weg von Kiliki über Sebali, dann weiter auf einem Höhenweg nach Ubud marschieren, ebenfalls von
Reisfeldern und ursprünglichem balinesischen Leben umgeben.
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UNSERE REISEN:
Landkarte
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