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Umgeben von Dämonen
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Im Gegensatz zu den farbenfrohen Hindu Tempeln in Indien
oder im übrigen Südostasien finden sich auf Bali keine Götterstatuen im
Tempel. Einzig der dämonische Gegenpart ist in Stein gebannt und die
Bildhauer schwelgen in deftigsten Überzeichnungen.
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Die Hindu Epen Ramayana und Mahabarata, aber auch die überlieferten
Balinesischen Mythen und Fabeln sich gespickt mit edlen Helden und Prinzen auf der
einen und mächtigen Tyrannen und Dämonen auf der anderen Seite. In
unzähligen Kriegen und Zweikämpfen messen Gut und Böse ihre Stärke.
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Kumbakarna
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Doch die Dämonen leben nicht nur in der Literatur.
Sie beherrschen die Insel bis in den Alltag der Menschen. Ganz besonders wichtig ist es
für die Balinesen alle 15 Tage zu Kajeng Kliwon die umherstreifenden
Dämonen mit Blumenopfern zu besänftigen.
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Die täglichen kleinen Blütengaben an den
verschiedensten Plätzen in und um das Haus sollen das Böse fernhalten und
das Gute einladen.
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Durga
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In der Kunst wird das Böse personifiziert mit der Unterwelthexe in ihren
Erscheinungen Rangda, Durga und Kalika. Sie steht
für die schwarze Magie und das Berühren ihres Tanzkostüms kann für
Unbefugte Krankheit oder Tod bedeuten. Dagegen soll der Kontakt mit
dem Kostüm ihres Gegenspielers, dem Barong, schon Kranke
geheilt haben. Im Trancetanz Calon Arang liefern sich die Beiden einen
erbitterten Kampf an dessen Ende keine Macht der anderen unterliegt, was
Gut und Böse weiterhin im Gleichgewicht halten soll.
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Barong
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Die Wichtigkeit der Übergänge von einem
Balinesischen Lebensabschnitt zum nächsten findet auch in der Ausstattung der Tempel
dieser Insel ihren Niederschlag. Bei den meist drei Höfe umfassenden Tempelanlagen
dominieren die mit reichem Relief ornamentierten Durchgänge.
Zu den ersten Höfen gelangt man durch zwei nach oben geöffnete Torhälften,
das Candi Bendar. Bei einigen alten Anlagen ist noch gut zu sehen, dass der
Zutritt zum letzten, heiligsten Bezirk für jeden Gläubigen nur durch
den geöffneten Rachen des Erdgottes Kala Boma möglich ist. Dieser
Schritt gilt als symbolischer Tod und als reinigende Voraussetzung für jeden,
der nun den Göttern am nächsten kommen möchte. Bei neueren Anlagen
befindet sich noch immer ein kleines Relief dieses Erdgottes über dem letzten Tor.
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Kala Boma
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